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Gluteus Maximus = der größte Gladiator, den wir Menschen im Lebenskampf einsetzen können. Gluteus sticht ins Auge, wenn im Sommer Männlein und Weiblein wenig bedeckt ihren Tätigkeiten nachgehen. Zeigt sich der Gluteus kurvig und wohlgeformt - welch eine Freude für das männliche Auge; wenn knackig und fest – welch eine Freude für das weibliche!
Die Auflösung des Rätsels: Gluteus Maximus ist der größte Gesäßmuskel. Er bestimmt Art und Größe des Hinterns. Überdies ziehen sich weitere Gluteus-Maximus-Stränge seitlich nach vor in die Muskeln des Oberschenkels. Alles in Allem ein kräftiger Beweger unseres Körpers.
Was tut der moderne Mensch damit? Nichts. Marion knozt vor dem Computer oder sieht im Liegen fern oder sitzt im Mercedes, Tanja lässt sich im Bus in der Landschaft herumschaukeln oder schaut in der Bahn den Bäumen und Häusern zu, wie sie vorüber flitzen. Babette sitzt angeschnallt im Flugzeug, steht im Lift oder wartet auf der Rolltreppe, bis sie wieder gehen muss. Sie räkelt sich auf dem Sofa und lässt sich von Liften und Seilbahnen durch das Gebirge tragen.
Wir Menschen aber sind lebende Archive der Biologie, wir sind Ausdruck dessen, was unsere Vorfahren erfolgreich hunderte von Millionen Jahren getan haben: Nämlich gehen, ziehen, wandern, laufen, kriechen, schwimmen, tauchen, klettern,... Sie haben gesammelt und gejagt - und hatten oft erst dann (!) etwas zu essen. Diese Bewegungen über wir jedoch kaum mehr aus, dafür essen wir gleich nach dem Aufstehen, zur Jause, zu Mittag, am Nachmittag und am Abend. Und viermal zwischendurch. Gleichzeitig schieben uns Zivilisation und Kultur unaufhörlich mechanische Sklaven unter die Füße oder den Hintern. Viele, viele Tiere arbeiten für uns: sowohl die 270.000 PS des Verkehrsflugzeuges als auch die 250 PS der beiden Autos in der Garage.
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Vögel, die in Gefangenschaft ihre Flügel nicht benutzen, aber gleichzeitig reichlich gefüttert werden, werden fett, flugunfähig und krank. Klar, ist einsichtig. Für Vögel. Und Menschen? Zweibeiner, die ihre beiden Geh- und Laufglieder kaum nutzen und (!) gleichzeitig zuviel essen, werden ….., …..., ….... . Richtig: fett, faul und krank. Der Unterschied zwischen der vererbten Biologie unserer Körper und dem gegenwärtigen Lebensstil ist riesig und wirkt sich langfristig sehr nachteilig aus. Die Folgen sind Übergewicht und Zivilisationskrankheit. Herz- und Kreislaufprobleme mögen sich einstellen, Bluthochdruck, Diabetes,...
Psychisch sind wir dann häufig übelgelaunt, miesepetrig oder depressiv. Durch Bewegung im Grünen wird die Stimmung aufgehellt. Durch Bewegung wird man hungrig. Hungrig nach Essen (siehe Regel eins). So werden die körpereigenen Kreisläufe – wie seit Jahrmillionen gewohnt – in Schwung gebracht. So bekommen wir buchstäblich Abstand von der Angebotsflut in den überquellenden Supersupersupermärkten.

Fazit: Leben heißt aktiv sein. Wer dauerhaft schlank bleiben will, sollte sich so oft wie möglich SELBST bewegen und NICHT bewegen lassen. Daher die heuristische Regel Nr. 4 (die gleichzeitig auf die Nr. 1 zurückverweist):
b e w e g e n !
Reinhard Neumeier, Juli 2011
PS: Interessanterweise ist der Gluteus Maximus zwar der größte, aber nur der zweitkräftigste Muskel, den wir haben. Der kräftigste ist ….. die Kaumuskulatur! Nur ein Zufall?
Zur nächsten Folge dieser Serie
Zum ersten Teil der Serie
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