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Kioskjory heißen die Verkäufer am Kiosk in Russland.

In der sowjetischen Mangelwirtschaft waren sie mächtige Personen gewesen.

Kioskjory hatten als letzte planwirtschaftliche Außenstelle den Fluss von Zeitschriften, Alkoholika und Zigaretten reguliert.

Die geheimnisvoll im Halbdunkel des Kiosks bleibenden Kioskjory hatten die begehrten Dinge gnädig an beglückte Empfänger abgegeben.

Heute gibt es auch in Moskau kaufkräftige Konsumenten.

Und doch sind sie obrigkeitshörige Bittsteller geblieben.

Die kleinen Durchgabeöffnungen der Kiosks sind nach wie vor in jener Höhe angebracht, die Käufer zu Bücklingen zwingen.

Im Zarenreich und in der Sowjetunion lernte der Russe und auch Angehörige 'befreundeter' Völker, sich der Obrigkeit zu unterwerfen.

Im Alltag waren alle klug beraten, Bücklinge zu machen vor allem, was nur im Entferntesten nach Macht riecht.

Das lässt sich nicht innerhalb von zwei Jahrzehnten überwinden... |