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Newton vereinigte Kosmologie (die Lehre vom Ursprung, der Entwicklung und Grundstrukturen des Universiums) und Mechanik (Bewegung von Körpern).
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Maxwell verband elegant die vordem getrennten Gebiete Optik, Elektrizität und Magnetismus.
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Der Boltzmann schuf Übergreifendes für die Mechanik, Akustik und Thermodynamik und verband auf statistische Weise Mikrophysik und Makrophysik.
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Einstein wiederum fasste die Punkte 1 und 3 in der Allgemeinen Relativitätstheorie zusammen.
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Heisenberg, Schrödinger, Bohr, Paul und andere erarbeiteten um 1930 die Quantenphysik. Sie wurde die neue Grundlage vieler klassischer physikalischer Teilgebiete. Die Quantenphysik beschreibt präzise atomare, subatomare und sogar die Eigenschaften einfacher biologischer Systeme.
Was erzählt uns diese die laufende Vereinheitlichung der ursprünglich absolut getrennt erscheinenden physikalischen Einzelgebiete zu größeren Bereichen? Die Hauptbotschaft ist so simpel wie gleichzeitig unangenehm: Die Punkte 4 und 5 zwingen uns eine neue Weltsicht auf! Obwohl rund 100 Jahre alt, wird das nicht in der Öffentlichkeit wahrgenommen. Zu vertraut ist uns die alte Weltsicht der traditionellen Physik der leblosen Natur.
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Die herkömmliche Physik (bis inklusive Punkt 3 der vorhergehenden Seite) bezog sich auf Greifbares, auf Bausteine jedweder Art, auf Zerstückeltes, im tiefsten Kern auf Totes und Unbewegtes. Ähnlich einem Haus, das aus übereinandergeschichteten, aus Lehm gebackenen Ziegelsteinen besteht. Das Streben der alten gegenständlichen Physik kommt zum Ausdruck im berühmten Streben zu wissen, „Was die Welt im Innersten zusammenhält“ (Goethe, Faust I).
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Die alte Physik war – wie schon der Name sagt - eine Techn-ik der unbewegten Materie, eben der physis. In der abendländischen Tradition wurde sie im Gefolge der unterstellten Trennung von Geist und Körper rasch zu einer Technik toter Bestandteile.
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Die neue Physik hingegen (Punkte 4 und 5 der ersten Seite) bezieht sich auf Bewegungen, Impulse und Nicht-Greifbares. Die neue Physik handelt von Zufälligem, Unscharfem, sowohl unendlich Kleinem als auch unfassbar Großem. Wie wirkmächtig diese neue Physik ist, wird uns seit 1945 in Form von Atom- und Wasserstoffbomben vor Augen geführt. Diese Energie steckt in jedem Teilchen dieser Welt. Selbst die Funktionsweise des Computers, durch den Sie diese Zeilen am Bildschirm lesen, beruht auf Mikroelektronik, die teilweise von dieser neuen Physik beeinflusst wird.
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Die moderne Physik ist nicht mit geschlossenen Händen oder geballter Faust zu be-greifen sondern nach dem Nobelpreisträger Hans-Peter Dürr mit offenen Händen zu er-fühlen und auf sanfte Weise zu er-spüren. Die kleinsten Bausteinchen werden zu bewegter und bewegender Physis. Physik wurde deshalb in den letzten einhundert Jahren zu einer Wissenschaft, die auf gekonnte Weise das Formale mit Potenzial, Energie und Bewegung verknüpft. Die moderne Physik erzählt vom seltsamen Werden und Vergehen der Welt auf der kleinsten und größten Ebene (dem Mikro- und dem Makrokosmos), dem Beginn und der möglichen Zukunft unseres Universums.
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Weil sich die vielen spontanen Kleinstbewegungen und -ereignisse statistisch gegenseitig ausmitteln und aufheben, weil wir Menschen evolutionär keine Sinnesorgane dafür entwickeln mussten, ver-stehen wir dieses Geschehen nur in Form von Gleichnissen und Geschichten.
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Auf der mittleren Ebene (= Mesokosmos), in der wir leben, ist davon nichts zu bemerken. Deshalb gleicht die moderne Physik einem Gemisch aus teuren Großexperimenten, formaler Kunst (= Mathematik und Statistik) und garnierenden literarischen Elementen. Vergessen wir nicht: Die Entwicklungen der Teilgebiete von Physik, also die Zusammenfassungen zu tieferen Erkenntnissen in Form der gegenwärtigen Physik basieren auf alltäglichen Beobachtungen. Beobachtungen, die wir Menschen in unserer mittleren Welt, dem Mesokosmos, anstellen: Der berüchtigte Apfel, der vom Baum fällt; das kochende Wasser, das zu Wasserdampf wird, die Glätte der Meeresoberfläche bei Windstille, ...
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Aber im Kleinsten und im Größten geht es anders zu. Überall gibt es diese lebende innere und äußere physis, überall bewegen sich Ströme, entstehen Felder, werden kleiner, größer, stärker oder schwächer. Überall gibt es Relationen und Verbindungen, mal eingelöst, mal nur als Potenzial. Es herrscht Wandel oder demnächst mögliche Dynamik, selbst wenn wir gerade vor dem Fernsehen eingedöst waren.
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Physik als Ausdruck toter Materie ist kein passender Begriff mehr für dieses Wissenschaftsfach. Eher passt ein Ausdruck wie Physiodynamik – die Dynamik von energetischen Dichteimpulsen in einer mehr oder weniger gekrümmten Raum-Zeit. Hm – klingt zu kompliziert. Schreiben wir besser: Die neue Physiodynamik gleicht einem Verstehen von Strömen und möglicher Vielfalt. Physiodynamik versucht, die verschiedenen Aspekte der Vergangenheit, der großen und kleinen Welt zusammenzuführen. Es gilt zu erfassen, „Was die Welt im Innersten und Äußersten bewegt“.
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